Reisen - Südamerika

Die Südamerikareise hat nach langer Vorbereitung begonnen. Die Reisegruppe ist wohlbehalten in Buenos Aires angekommen und hat schon die ersten Kilometer zurückgelegt. Per e-Mail unterrichtet die Reisegruppe den Webmaster dieser Homepage in unregelmäßigen Abständen über das aktuell Erlebte.


Nach diesen Fotos finden Sie hier auf dieser Seite den zuletzt übermittelten Reisebericht der Gruppe.


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Reisetagebuch

29.9.03

Abflug um 18.30 Uhr mit der Tyrolean von Innsbruck nach Frankfurt.
22.20 Uhr Weiterflug mit der Lufthansa über Sao Paulo (Brasilien)
nach Buenos Aires.


30.9.03

Ankunft um 09.00 Uhr (Ortszeit) in Buenos Aires. Wir werden von einer Delegation von VW abgeholt. Wir werden in eine Lounge gebracht und warten dort auf unser Gepäck. Dieses
Wird für uns abgeholt. Anschließend gehen wir durch den Diplomatenausgang durch den Zoll. Alfredo PALERMO wird telefonisch verständigt und stößt zu uns. Wir werden zum Zoll gebracht. Dort erledigt ein Mann die ganzen Formalitäten für unsere Motorräder. Nach 1,5 Stunden war alles erledigt. Unsere Motorräder, noch in den Kisten verpackt, werden auf einen LKW verladen und zum VW-Werk gebracht. Wir werden ebenfalls zum VW-Werk chauffiert.
Dort erwartet uns bereits Frau FLOTH. Bei VW werden wir herzlich empfangen. Wir bekommen Kaffee und Mineralwasser zum Trinken bis der Chef Dr. KLIMA Zeit hat. Um 15.30 Uhr werden wir von Dr. KLIMA empfangen. Wir unterhalten uns mit ihm ca. 2 Stunden. Er wünscht uns eine gute und vor allem gesunde Reise. Von VW bekommen wir für diese Reise kostenlos einen VW Polo 1.6 zur Verfügung gestellt. Auf die Frage was er kosten soll, bekamen wir zur Antwort: VW baut Autos und wir sollen sie fahren. Schluss.
Zudem besorgten sie die Genehmigungen für die angrenzenden Länder Uruguay, Brasilien, Paraguay, Bolivien, Chile und Peru. Zudem erhielten wir ihre Tel. Nummer. Dort können wir sie jederzeit erreichen, falls wir bei der Einreise Schwierigkeiten haben. Sie werden dann versuchen, uns weiterzuhelfen.

01.10.03

Am nächsten Tag werden wir, wie immer von einem Chauffeur abgeholt und zu VW gebracht. Dort erwarten uns bereits alle. Die Kisten mit den Motorrädern stehen auch dort. Wir entkleiden die Kisten, machen die Motorräder fahrbereit und werden wieder zum Hotel zurück begleitet. Vor dem Verlassen des Werkes werden die Motorräder bedankt. Mit vollem Tank geht es retour zum Hotel.
Am Abend fahren wir mit dem Auto in die Innenstadt. Dort treffen wir einen Freund von Reinhard.

02.10.03 --- km 460

Wir werden vom Fahrer des VW Werkes um 09.00 Uhr abgeholt und Richtung Iguazu gelotst.
Außerhalb der Stadt verabschieden wir uns von ihm. Nach dem Auf- und Einpacken fahren wir um 10.00 Uhr los.
Der Fahrer lotst uns in die richtige Richtung. Nach kurzer Verabschiedung setzen wir unseren Weg fort. Theo gibt Gas. Wir fahren alle hinterher. Prompt fahren wir zu schnell und werden von der Polizei aufgehalten. Nach kurzem Hin und Her deklarieren wir uns als Kollegen und die Sache mit der Geschwindigkeit gerät im Gespräch immer mehr in den Hintergrund. Ein paar Fotos mit den Kollegen von Brazo Largo und für jeden ein Feuerzeug und einen Kugelschreiber und die Geschwindigkeit ist vergessen. Wir geben natürlich wieder Gas. Die verlorene Zeit muss aufgeholt werden. Prompt düsen wir wieder in die Radarfalle. Diese Kollegen sind jedoch nicht so erfreut. Letztes Register wird gezogen. Die Kollegen von Brazo Largo und die gemachten Fotos überzeugen schließlich auch diese Kollegen von unserer Echtheit. Das Übliche (Feuerzeug und Kugelschreiber) wird verteilt. Ein paar Fotos und auch diese Sache ist vergessen. (1.103 Peso) pro Mann und Nase. Das wäre teuer gewesen.
Der rasende Theo wird zum letzten Mal ermahnt seine Geschwindigkeit bei den Begrenzungen einzuhalten. Ansonsten wird er als Schlussfahrzeug hinterher tuckern.
Abends übernachten wir im Hotel Suiza, direkt an der Straße. Dort mieten wir zwei kleine Bungalows zu je 35 Peso. Frühstück kostet 3 Peso.

03.10.03 ----- km 545

Bei der Abfahrt ist es sehr stark bewölkt. Um 09.00 Uhr werden die ersten Kontrollpunkte aufgezogen. Prompt werden wir wieder aufgehalten. Wenn das so weiter geht, kommen wir nie in Iguazu an. Nach etwa 150 km fängt es zu regnen an. Wir ziehen die Regenkluft über und fahren weiter. Bei Regen gibt es wenigstens keine Kontrollen, so kommen wir schneller vorwärts. Am späteren Nachmittag hört es wieder auf. Wir erreichen San Ignacio. Dort gehen Reinhard und ich zu einem Hörspiel bei den Ruinen. Wir verstehen zwar nicht viel, aber das Lichtspiel war ganz gut.

04.10.03 ----- km 244

Um 07.00 Uhr gehen Reinhard und ich zu den Ruinen, um diese zu fotografieren und zu filmen. Gegen 09.00 Uhr geht’s weiter nach Iguazu. Dort treffen wir um 13.00 Uhr ein.
Cataratas werden die Wasserfälle von den Einheimischen genannt. Wir übernachten im Sheraton Hotel und besichtigen dieWasserfälle. Wirklich beeindruckend.

05.10.03 ------- km 0

Es regnet den ganzen Tag. Wir erledigen den Schreibkram. (e-mail, Fotos übertragen und CD brennen, Postkarten schreiben) Es gab zum ersten Mal Zank. Nach einer Diskussion ist die Sache bereinigt.

06.10.03 ----- km 348

Wir fahren zur Grenze. An der argentinischen Grenze brauchen wir ca. 1 ½ Stunden für die Ausreise. Die Zöllner können es nicht glauben, dass ein Österreicher, der wie ein Gringo aussieht, mit einem VW Polo mit argentinischem Kennzeichen fährt und laut der Genehmigung nur mit einem Motorrad fahren darf. Schließlich wird der Chef gefragt, der seinen Mitarbeiter(innen) erklärt, wie die Sache aussieht. Daraufhin bekommen wir alle Stempel und wir dürfen fahren.
10 km weiter kommt die brasilianische Grenze. Dort meint der Zöllner, wir sollen nach Paraguay fahren, wenn wir wollen. Stempel gibt’s hier keinen. Na gut, dann fahren wir halt.
10 km weiter die nächste Grenze zwischen Brasilien und Paraguay. Dort bewegt sich eine Verkehrslawine über die Grenze bzw. Brücke. Im Strom schwimmen wir mit und gelangen ohne Kontrolle darüber. Wir sind eingereist, jedoch ohne Stempel.
Wir fahren weiter nach Asuncion. 30 km davor übernachten wir im Hotel und Restaurant Jardin del Aleman. Der Inhaber, ein Deutscher ist vor 33 Jahren nach Paraguay gekommen und hier hängengeblieben. Wir bekommen ein herrliches Steak und am nächsten Morgen ein Frühstück.

07.10.03 ------ km 384

Anschließend fahren wir nach Asuncion und finden zwar das Zentrum, aber nicht mehr den Ausgang. Nach mehreren gescheiterten Versuchen nehmen wir ein Taxi, um aus der Stadt hinauszukommen. In der Meinung den richtigen Weg genommen zu haben, verfahren wir uns wieder. Bei einer Baustelle, die Straße wird gerade asphaltiert. Wir reden mit einem Inländer. Dieser und sein Freund erklären uns, dass wir auf dem falschen Weg sind. Wir fahren 60 km zurück und finden endlich den richtigen Weg. Theo ist natürlich sauer.
Kurz nach Monte Linde übernachten wir in der Pampa.

08.10.03 -------- km 305

Wir fahren nach Filadelfia. Dort essen wir im Hotel Florida zu Mittag um 16.00 Uhr. Wir fahren noch bis Mariscal Estegariva. Dort übernachten wir im Hotel Laguna. Abends fahren wir zum Italiener. Dort treffen wir einen Schweizer namens Kurt. Ein uriger Typ. Er züchtet Ziegen und baut ein Hotel mit Restaurant. Das ist so hier. Jeder macht alles. Durch Zufall erfragen wir, dass wir einen Ausreisestempel brauchen. Ansonsten müssen wir in Bolivien $100 pro Person bezahlen.

09.10.03 --------- km 150

Wir fahren in Mariscal los. Die Piste ist in sehr schlechtem Zustand. Wir kommen nur langsam voran. Zu allem Überfluss streikt das Motorrad von Theo nach einigen Fehlzündungen. Reinhard repariert es, so gut es geht. Das Massekabel wird gekürzt. Es erfolgt keine Ladung der Batterie. Deswegen geht das Motorrad auch nicht. Mit Hilfe von Paraguayanern können wir es mit Starterkabeln starten. Sie läuft, ob sich die Batterie erholt, ist eine andere Frage. Noch zwei Kilometer, dann ist dort eine Hütte. Wir müssen das Motorrad insgesamt viermal starten, weil sie immer wieder abstirbt. Die beiden Männer halfen uns, bis zum Schluss. Denen gebührt echt ein Orden. Sie nahmen nichts an.
Bei der Hütte können wir übernachten. Dort finden wir bei einem alten Lkw zwei Kabel, die Reinhard zu Starterkabel umfunktioniert. Am nächsten Morgen machen wir Theo abfahrbereit
und starten das Motorrad mit Hilfe des Autos. Sie läuft. Gott sei Dank.

 

10.10.03 -------- km 187

Wir fahren von unserem Nachtlager nach Bolivien. Bei Fortin Infante Riva Rola legen wir eine Pause ein. Dies ist der letzte Militärstützpunkt in Paraquay. Mittlerweile regnet es. Die Strasse (Lehm) ist dadurch rutschig wie Schmierseife. Das Profil der Motorradreifen macht sofort zu wodurch die Motorräder nicht zu halten sind.

Nach ca. 2 Stunden fahren wir weiter. Nach 16 km erreichen wir Picada Sucre. Dies ist der Militärstützpunkt in Bolivien. Nach weiteren 60 km erreichen wir Ibibobo. Dort reisen wir ohne Probleme offiziell in Bolivien ein.

Weiter geht's nach Villamontes. Dort angekommen werden wir sofort kontrolliert. Kurz vor der Dunkelheit erreichen wir ein Hotel in dem wir übernachten.

11.10.03 ------- 167 km

Wir wollen von Villamontes nach Camiri fahren. Theos Motorrad streikt. Es springt nicht an. Wir finden heraus, dass die Batterie nicht genügend geladen wird. Ein Elektriker lößt das Problem. Gegen Mittag kann es losgehen. Auf schwieriger Piste erreichen wir Camiri. Dort übernachten wir.

12.10.03 -- 257 km

Wir fahren weiter nach Santa Cruz. 150 km schwierige Piste verlangen den Fahrzeugen und den Fahrern das Letzte ab. Wohlbehalten langen wir in Santa Cruz bei Dunkelheit ein.

13.10.03 -------- o km

Wir bleiben in Santa Cruz. Wir erfahren, dass die Strassen nach Cochabamba und La Paz durch Straßensperren blockiert sind. Wir sprechen mit mehreren Leuten und hören mehrere Meinungen.

Die einen meinen, dass es nicht so schlimm ist, andere behaupten das Gegenteil.

Wir besichtigen Santa Cruz und fahren nach Bermejo. Dort wandern wir durch ein Flusstal zu den Refugio Volcanes. Anschließend kehren wir nach Santa Cruz zurück.

14.10.03 ------- 350 km

Wir entschließen uns weiterzufahren. Wir machen uns auf den Weg. Vorerst kommen wir gut voran.

Nach etwa 150 km geht nichts mehr. Eine neuerliche Straßensperre. Es liegen Scherben, brennende Reifen und große Steine auf der Strasse, und auf einer Länge von ca. 100 Metern und auf einer Stelle die nicht umfahren werden kann. Das Militär rückt an und räumt die Strasse. Nach etwa einer Stunde kann es weitergehen.

Bei der nächsten Blockade bestechen wir den Rädelsführer und er lässt uns über einen Umweg passieren. Wir gelangen nach Cochabamba. Dort besichtigen wir die Stadt. Wir fahren weiter.

In Vinto ist dann endgültig Schluss. Die Sperren sind derart massiv, dass wir nicht weiterkommen. Bei einer Sperre werden wir von Theo getrennt. Er war ein Stück vorausgefahren, konnte nach der Sperre nicht mehr zurück und wir nicht nach vor.

Wir schaffen es noch in ein Hotel. Dort sind wir sicher. Die Leute wurden zunehmend aggressiver. Es bestand die Gefahr, dass sie Steine werfen und die Fahrzeuge umwerfen und anzünden.

15.10.03 --------- 0 km

Wir sitzen fest. Keine Aussicht auf Besserung. Es heißt warten.

16.10.03 ---------- 0 km

Wir sitzen immer noch fest. Dieselbe Situation. Wir erfahren über e-Mail, dass Theo in Oruro festsitzt.

Wenigstens eine gute Nachricht.

17.10.03 -------- 0 km

Wir können immer noch nicht weiter.

18.10.03 ------------ 200 km

Die Blockaden sind aufgehoben. Bolivien hat einen neuen Präsidenten (vorübergehend).

Wir beschließen weiterzufahren. Wir wollen nach Oruro zu Theo.

Die Blockaden sind zwar aufgehoben, aber die Steine, Scherben und sonstiges Stacheliges liegt nach wie vor auf der Strasse. Langsam kommen wir vorwärts. Schließlich erreichen wir spät am Nachmittag Oruro und sind endlich wieder vereint. Große Erleichterung kommt auf.

19.10.03 ---------- 555 km

Wir beschließen Bolivien so schnell wie möglich zu verlassen. Wer weiß was sonst noch kommt.

Über Stock und Stein im wahrsten Sinne des Wortes fahren wir Richtung La Paz. Überall liegt noch das Zeug auf der Strasse. Maximale Geschwindigkeit 30 km/h. Es zerrt an den Nerven, aber es nützt nichts. Wenn wir raus wollen, müssen wir da durch. Von La Paz Richtung Grenze das selbe Bild. Kurz vor der Dunkelheit erreichen wir die Grenze. Wir sind froh und hundemüde. Zu allem Überfluss will uns der bolivianische Zöllner nicht ausreisen lassen, weil wir keinen Zettel bei der Einreise erhalten haben und somit das Auto illegal bzw. nicht eingeführt haben. Dass wir von den Motorrädern auch nichts haben, interessiert ihn nicht. Es sagt uns, wir sollen zurück nach Argentinien. Frage: Wie? Nach langem Hin und Her lässt er uns fahren.

Die Einreise in Peru verläuft ohne Probleme. Wobei wir uns gedacht haben, dass es hier mehr Schwierigkeiten geben könnte.

Wir suchen ein Hotel. Weit und breit keines in Aussicht. Schließlich fahren wir bis Puno am Titicaca See.

Um 22.30 Uhr erreichen wir das Hotel. Wir sind heilfroh in Peru zu sein.

20.10.03 --------- o km

Wir bleiben in Puno. Wir fahren mit dem Boot zu den schwimmenden Inseln und im Anschluss zu den "strickenden Männern" auf der Insel Tequila. Der Tagesausflug war wirklich eine erholsame und eindrucksvolle Tour.

21.10.03 --------- 400 km

Wir fahren weiter nach Cusco. Wir fahren über den Pass "Abra la Raya" auf 4.313 Metern Seehöhe. Dort befinden sich mehrere Souvenirstände. Auch wir kommen nicht herum und erliegen dem Charme der peruanischen Verkäuferinnen. Vollgepackt mit Andenken setzen wir unsere Fahrt fort. Vorbei an den "Aqua Calientes" (heiße Quellen) . Durch ein schönes Tal geht es hinunter nach Cusco. Dort mieten wir uns im Hotel "Inka Peru" ein. Dort bleiben wir drei Tage.

23.10.03

Um 06.00 Uhr Abfahrt zum Bahnhof von Cusco. Von dort geht es mit dem Zug (Perurail) nach Machu Picchu.

Der Zug hat eine Besonderheit. Er fährt nach vor und zurück. Von einem Bediensteten werden die Weichen entsprechend gestellt. So schraubt sich der Zug im wahrsten Sinne des Wortes in die Höhe.

Nach fast 5 Stunden Fahrt erreichen wir die Endstation. Mit dem Bus geht es über Serpentinen hinauf zum Zielort. Machu Picchu liegt auf 2340 Meter. Die Besichtigung dauert bis 15.00 Uhr, dann geht es den selben Weg zurück. Um 21.00 Uhr erreichen wir Cusco.

24.10.03

Wir buchten eine Rundfahrt mit Fahrer und Führer in einer Person. Er kann sehr gut englisch, was natürlich ein Vorteil für uns ist. Die beinhaltet die Besichtigung von SACSAWAMAN (Sonnentempel), Quengo (Pumafelsen), PUKAPUKARA (Kontrollpunkt am Stadttor), TAMBOMACHAY (Bad der Inka), den Markt von Pisac, die Ortschaft URUBAMBA, wo wir unser peruanisches Mittagessen einnehmen. OLLANTAYTAMBO ist eine Inka Stadt. Zurück geht es über CHINCHERO nach Cusco.

 

25.10.03 ------ 200 km

Wir fahren weiter. Wir finden gut aus der Stadt hinaus. Es faengt zu regnen
an. In den Bergen hagelt es sogar. Kein Platz zum Unterstehen. Also weiter.
Kurz vor Abancay passiert es. Werner bremst kurz die Kurve an, das Hinterrad
rutscht auf Grund der nassen Fahrbahn weg und die Maschine liegt samt mir im
Graben. Werner ist nichts passiert. Gottseidank. Beim Motorrad ging zwar die
Verkleidung auf der rechten Seite zu Bruch, der Sturzbuegel verhinderte
jedoch groebere Schaeden. Die Halterung des Top/Case wurde auch noch
beschaedigt. Ende gut, alles gut. Der Sturz ging auf Grund der geringen
Geschwindigkeit doch noch glimpflich fuer Werner und sein Motorrad aus.
Wir uebernachten in Abancay.

26.10.03 ------- 450 km

Wir fruehstuecken und weiter geht die Reise. Das Wetter hat umgeschlagen
*Sonnenschein* Und wir sind frohen Mutes. Unser Ziel heisst Nasca. Vorher
muessen wir die Anden noch ueberqueren. Das heisst zweimal auf ueber 4000
Meter hinauf. Unterwegs stossen wir auf eine Tarantel und einen Schakal.
Fotografieren lehnten sie jedoch ab. *hihi*.Abends erreichen wir Nasca
wohlbehalten.

27.10.03 ---------- 0 km

Wir fahren zum Flughafen. Dort wollen wir mit einem kleinen Flugzeug ueber
die Nasca Linien fliegen. Der Flug dauert 30 Minuten und kostet US$ 40.-.
Die Figuren sind aus der Luft gut zu sehen, aber schwierig zu fotografieren.
Deshalb fahren wir nachmittags noch zum El Mirador, dem Aussichtsturm direkt
an der Pan America. Dort sieht man einen Baum, den Schwanz der Eidechse,
welcher durch die Strasse durchtrennt wird und Haende, irgendwie passend
oder nicht.
Im Anschluss geht es weiter nach Chauchilla, den praehistorischen
Inkagraebern. Sehenswert.

28.10.03 ------ 560 km

Wir fahren nach Arequipa. Die Fahrt fuehrt grossteils der Kueste entlang.
Wir fahren auf der Pan America zum ersten Mal Richtung Sueden. Wir haben
somit den Kontinent von West nach Ost durchquert. Jetzt geht es Richtung
Sueden. Abends erreichen wir unser Ziel.

29.10.03 ------- 0 km

Wir machen einen Ausflug zum Colca Canyon. Dort soll es Condore geben. Die
Fahrt beginnt um 01.30 Uhr Richtung Chivay und weiter zum El Condor Cross.
Dort treffen wir gegen 07.00 Uhr ein. Von diesem Aussichtspunkt soll man die
Condore beim Aufsteigen sehen. Doch zuerst heisst es warten und nochmals
warten. Kein Condor in Sicht. Kurz vor 09.00 Uhr entdeckt Marianne als
erstes einen dieser Giganten. Gigant ist gut. Mit dem Feldstecher kann man
den Vogel als Condor erkennen, mit dem freien Auge nur als kleiner Punkt
erkennbar.
Spaeter sahen wir noch zwei dieser Voegel.
Die Fahrt endete gegen 18.00 Uhr in Arequipa.

30.10.03 -------- 400 km

Wir fahren Richtung chilenische Grenze. Die Fahrt verlaeuft grossteils der
Kueste entlang. In Tacna treffen wir auf einen Kanadier chilenischer
Abstammung namens Pat. Er fuhr mit seinem Motorrad ganz allein von Kanada
bis hierher. Er braucht eine neue Kette und hofft sie hier zu bekommen. Wir
verabschieden uns von ihm.
An der Grenze treffen wir ihn wieder. Zusammen reisen wir aus Peru aus und
in Chile ein. In Chile muessen wir das gesamte Gepaeck ausraeumen und durch
einen Scanner durchlassen. Auf dieser Grenze ist ziemlich viel los. Das
dauert natuerlich. Nach 2 Stunden ist alles erledigt. Gemeinsam fahren wir
in die naechstgelegene Stadt Arica. Dort quartieren wir uns in ein
Appartment ein. Abends essen wir noch in einem guten Restaurant.

31.10.03 ---------- 600 km

Wir fahren in der Frueh in die Stadt. Geldwechsel ist angesagt. Fuer einen
Dollar erhaelt man 624 chl. Pesos.
Noch schnell einen Cafe und wir sind auf dem Weg Richtung Sueden. Wir kommen
schnell voran. In Maria Elena einer Minenarbeiterstadt uebernachten wir in
einer dieser Haeuser.

01.11.03 --------- 240 km

Wir begeben uns in Richtung Calama. Das sind gut 100 km. Dort wollen wir zur
Touristeninformation. Diese hat jedoch auf Grund des Feiertages geschlossen.
Ich treffe einen Einheimischen, der mir den Weg zum Geysir El Tatio
erklaert. Nachdem wir uns die Fussgaengerzone von Calama angesehen und etwas
gegessen hatten, machen wir uns auf den Weg. Gegen abend erreichen wir den
Geysir. Eine irre Landschaft. Auf 4300 Meter Seehoehe spurdelt das heisse
Wasser aus dem Boden. Wir uebernachten dort. Eine bitterkalte Nacht.

02.11.03 --------- 27 km

Nach dem Morgenbad, wollen wir uns auf den Weg machen. Als wir losfahren
wollen, streikt mein Motorrad. Sie spring und springt nicht an. Gleich ist
meine Batterie alle. Da hilft nichts. Die Kerzen und der Luftfilter sollten
vielleicht doch einmal gereinigt bzw ausgetauscht werden. Gesagt getan. Sie
laeuft wieder, als waere nichts gewesen. Wir fahren gegen 10.00 Uhr los.
Nach hundert Metern steht Reinhard mit dem Motorrad von Theo. Ein Platten im
Hinterrad. Wir bauen das Rad aus und wechseln den Schlauch. Die Ursache war
ein Dorn. Dieser wurde auch beseitigt. Nach einer weiteren Stunde kann es
weitergehen. Wir fahren auf der Wellblechpiste ganze 27 km insgesamt, dann
steht das Auto. Die Aufhaengung der Hinterachse ist auf der linken Seite
gebrochen. Einen solchen Bolzen haben wir nicht dabei. Ich fahre mit dem
Motorrad in die naechste Stadt (San Pedro de Atacama - 70 km entfernt) und
besorge dort einen Bolzen oder so was aehnliches Passendes. Kurz vor der
Dunkelheit nach drei Stunden Fahrt (hin und retour) bin ich zurueck. Wir
uebenachten wieder in der Kaelte.

03.11.03 -------- 70 km

Am naechsten Morgen bauen wir ihn ein. Drei Stunden Arbeit in eisiger
Kaelte. Geschafft. Wir fahren gegen Mittag los. Gegen 17.00 Uhr erreichen
wir San Pedro. Wir konnten die Wellblechpiste nur im Schneckentempo fahren.
Bei der Ankunft im Hotel in San Pedro kontrollieren wir das Auto. Der Bolzen
ist schon wieder ab. Na ja wenigstens haben wir es bis in die Stadt
geschafft.

4.11.03 San Pedro de Atacama

Wir besorgen zwei Bolzen und reparieren das Auto. Weiters telefonieren
wir mit VW um die weitere Vorgangsweise festzulegen. In Antofagasta befindet sich eine VW Werkstätte. Also gut, fahren wir morgen dorthin. Das ist genau die Richtung unserer Reiseroute.
Nachmittags fahren wir in das Valle de Luna, das sich in der Nähe von
San Pedro befindet. Dort finden wir auch Kristalle. Mit der Dämmerung
treffen wir wieder in unserer Herberge ein. Der Ausflug hat sich gelohnt.

5.11.03 San Pedro de Atacama --- Antofagasta 300 km

Wir fahren los, nachdem Theo den Gepäcksträger schweißen ließ. Die
Aufhängung hat ebenfalls unter dem Wellblech gelitten. Wir fahren dem
Salzsee entlang und besuchen die Laguna Chaxa. Dor tummeln sich Flamingos und zahlreiche andere Vögel. Am Rande des Sees befinden sich die Salzgewinnungsfirmen.
Ganze Berge von Salz warten dort auf den Abtransport. Abends erreichen wir Antofagasta.

6.11.03 Antofagasta 0 km

Wir lassen das Fahrzeug in der Werkstätte richten. Zwei neue Bolzen,
die ausgeschlagenen Augen der Aufhängung werden verstärkt. Abends ist das Fahrzeug wieder wie neu.
Zwischenzeitlich fahren wir mit einem Taxi zu den Ruinen von Huanacha und zum la Pordada, einem Felsen, der wie ein Tor aussieht. Dort befinden sich zahlreiche Geier, Möwen und Pelikane.

7.11.03 Antofagasta -- Copiapo 600 km

Wir fahren früh los. Zuerst Richtung Charanal. Abends erreichen wir Copiapo. Der Tag verlief ohne Probleme.

8.11.03 Copiapo ---- Laguna Santa Rosa 300 km

Theo muss mit seinem Motorrad noch einmal zum Elektriker. Wir fahren einstweilen zur Laguna Santa Rosa.
Es geht wieder einmal auf 4000 Meter hinauf. Die Strasse schlängelt
sich durch ein Tal und steigt am Ende rasant an. Schließlich erreichen wir die Laguna. Ein herrlicher Anblick. Auf der einen Seite Vicunas, auf der anderen Seite im See Flamingos und andere Vögel. Der See ist ein Salzsee. Eine Hütte befindet sich ebenfalls dort. Ein herrliches Plätzchen zum übernachten. Doch wir müssen zurück. 150 km schwere Piste. Eigentlich wollten wir mittags zurück sein, kommen jedoch erst abends an. An ein Weiterfahren ist nicht zu denken. Die wird auf den nächsten Tag verschoben.

9.11.03 Copiapo -- La Serena ------- 340 km

Wir fahren nach La Serena. Kurz nach Mittag erreichen wir unser Ziel. Wir wollen das Observatorium besuchen.
Drei stehen zur Auswahl. Wir fahren nach Vicuna, einen malerischen Ort in den Bergen. Dort erhalten wir die Information, dass die Besichtigungen im Observatorium Mamaluka stattfinden. Abfahrt 20.00 Uhr. Bleibt also noch Zeit das Dorf zu besichtigen. Wir erklimmen einen Aussichtshügel, der Ausblick entschädigt fuer die Mühe. Um 20.00 Uhr treffen wir wieder bei der Information ein. Es geht auf nach Mamluka. Die Führung dauert bis 23.00 Uhr und es lohnt sich solange durchzuhalten.

10.11.03 La Serena --- Val Paraiso ----- 450 km

Auf dem Weg nach Ovalle setzt das Motorrad von Theo immer wieder aus. Irgendwo in den Kabeln liegt der Wurm begraben, aber wo? Jedenfalls kommen wir schleppend voran. Nach Ovalle funktioniert sie einwandfrei.
In Val Paraiso angekommen, tanken wir vorerst. Anschließend suchen wir ein Hotel. Wir fahren die ganze Strandstrasse ab, finden jedoch nichts. Also zurück. Auf dem Retourweg verlieren wir das Auto aus den Augen. Was nun? Wir fahren zur Tankstelle zurück. Dort stellen wir die Motorräder gut sichtbar am Gehsteig ab und warten im nahe liegenden Restaurant. Nach ca. 1 Stunden kreuzen sich unsere Wege und wir sind wieder vereint. Ende gut alles gut.

11.11.03 Vina del Mar -- Santiago 120 km

Santiago wir kommen. Die Stadt übertrifft alle Dimensionen. Wir finden schnell ein Hotel in Zentrumnähe.
Anschließend laufen wir zu Fuß herum. 2 1/2 Stunden das reicht.

12.11.03 Santiago --- Los Angeles -------- 580 km

In aller Früh fahre ich mit dem Taxi zum San Cristobal Hügel. Von dort hat man einen guten Blick über die Stadt. In 10 Minuten ist der Taxler dort. Es herrscht um 06.00 Uhr noch kein Verkehr in der Stadt. Jedoch darf das Taxi nicht hinauffahren. Das heißt laufen. Ich brauche 25 Minuten hinauf, aber es lohnt sich. Wieder unten, nehme ich wieder ein Taxi. Die Stadt ist um 08.30 Uhr nicht wieder zu erkennen. Ein Verkehr, der reinste Wahnsinn. Zu allem Überfluss kennt mein Taxler das Hotel und auch die Strasse nicht. Ich erkläre ihm den Weg. Er fragt noch drei andere Taxifahrer und nach einer Fahrt von 45 Minuten retour erreichen wir doch noch das Hotel. Schnell noch duschen und frühstücken und es kann weitergehen.
Abends kommen wir in Los Angeles an. Dort übernachten wir in einer
Hosteria. Sie war günstig, ruhig, diskret, sauber und die Angestellten sehr freundlich. Also warum nicht? Außerdem kann man es fuer 12 oder 24 Stunden mieten und es gibt nur Ehe- und keine getrennte Betten. Weiters ist das Fahrzeug fuer andere unsichtbar in einer Garage untergebracht. Sie verstehen.

13.11.03 Los Angeles --- Pucon --------- 200 km

Wir fahren nach dem Frühstück weiter. In Villarica treffen wir Stefan. Er ist aus Landeck und war mit einer Chilenin verheiratet. Er ist zur Zeit ebenfalls auf Urlaub. Wir gehen gemeinsam essen und er erzählt uns mehr über diese Gegend. Schließlich fahren wir mit ihm nach Pucon. Dort übernachten wir in der selben Anlage wie er in einem Häuschen. Eine Traumanlage. Die Häuschen stehen auf einer leichten Anhöhe, direkt am See.
Dank Stefans Hilfe können wir auch die Fotos brennen. Er besitzt nämlich ein entsprechendes Notebook.

14.11.03 Pucon Umgebung 70 km

Wir fahren zu den Vulkanhöhlen. Diese befinden sich im N.P. Villarica, am Fuße des gleichnamigen Vulkans.
Die Besichtigung dauert ca. 1 Stunde. Es gibt nur zwei Vulkanhöhlen in Chile, die noch bestehen. Die restlichen Höhlen sind eingestürzt. Wussten sie das Chile über 2000 Vulkane hat. Ich nicht. 55 Vulkane sind noch aktiv.
Villarica brach 1984 das letzte Mal aus.

15.11.03 Pucon -- Angostura (Argentinien)

Wir fahren bei Regen los. Vorbei an mehreren Seen geht es nach
Orsorno. Dort verlassen wir die Autobahn und fahren Richtung Argentinien. Es regnet immer noch. Der Grenzübertritt verläuft ohne Probleme. Gegen Abend erreichen wir Angostura. Dort übernachten wir.

16.11.03 Angostura -- Esquel - 450 km

Es regnet immer noch. Wir fahren trotzdem los. Die Strasse ist mit Schlaglöcher übersät. Abends erreichen wir schließlich Esquel.
Das Auto hat ein paar Dellen bei den linken Rädern abbekommen. Die müssen ausgeklopft werden, bevor die Luft aus den Reifen ausgeht.

17.11.03 Esquel -- Sarmiento ---- 400 km

Wir lassen das Auto in einer Werkstätte richten. Die linke Achsaufhängung ist ausgeschlagen. Die Felgen werden auch ausgeklopft und der Auspuff ausgebogen. Mittags ist das Auto wieder wie neu. Wir fahren weiter. Das Wetter hat sich mittlerweile auch gebessert. Unterwegs sehen wir die ersten Nandus (südamerikanische Strauss).

18.11.03 Sarmiento Umgebung --- 70 km

Wir besuchen den "versteinerten Wald". Es ist wirklich sehenswert, jedoch verläst uns der Wind im wahrsten Sinne des Wortes. Abends sehen wir uns den Sonnenuntergang am See Mistera an. Dabei entdecken wir Maras (sehen wie übergroße Hasen aus).

19.11.03 Sarmiento -- Rawson ---- 550 km

Auf den Weg sehen wir immer wieder Nandus. Sie zu fotografieren ist ein anderes Kapitel. Die Tiere sind mehr als scheu. Solange ein Fahrzeug vorbeifährt, schauen sie nur. Bleibt man stehen, bekommen sie sofort Fersengeld. Aus sicherer Entfernung sehen sie einem zu. Nähert man sich, entfernt er sich dementsprechend. So kann man das Spiel unendlich fortsetzen. Eines ist klar. Die Entfernung ist so groß, dass man einen grauen Punkt (Nadnu) auf grauem Hintergrund gerade noch erkennen kann.

20.11.03 Rawson --- Bahia Tombo --- 280 km

Wir fahren zur Bahia Tombo. Dort leben ca. 500 000 Pinguine. Über eine Piste steuern wir die Bucht an. Unterwegs sehen wir Guanacus, Maras und Nandus. Im Naturpark bietet sich uns ein überwältigendes Schauspiel. Pinguine und nochmals Pinguine. Einfach putzig diese Tiere.
Abends besuchen wir noch den Hafen von Rawson und kommen gerade rechtzeitig. Die Fischer steuern mit ihren Booten den Hafen an. Dann geht alles sehr schnell. Vom Boot runter, rein in den LKW und die Ware geht an ihren Bestimmungsort. In einer Stunde ist alles erledigt. Ein paar Fische bleiben sogar noch fuer die Seehunde und Möwen übrig.

21.11.03 Rawson --- Puerto Madryn --- 70 km

Wir fahren zur Halbinsel Valdez. In Puerto Madryn bleiben wir die erste Nacht. Dort besuchen wir an der Bahia Loma die Seehundkolonie und die Kormorane. Diese befinden sich ca. 17 km südlich davon.

 

22.11.03 Puerto Madryn --- Puerto Piramide 105 km

Wir brechen nach Puerto Piramides auf. Nach 17 km streikt das Motorrad von Theo wieder. Sie will nicht mehr anspringen. Wir beschließen ein Fahrzeug zu holen, um sie aufzuladen und nach Madryn zu bringen. Als ich mit einem Fahrzeug zurückkomme, hat sie Reinhard soweit, dass sie wieder geht. Der LKW fährt wieder. Wir fahren auch wieder weiter, aber nur 500 Meter und sie geht schon wieder nicht. Also hole ich einen neuen Transport. Zwischenzeitlich kommen uns die Motorräder entgegen. Der Transporter begleitet uns bis Madryn. Theos Motorrad läuft als ob nichts wäre. Er kontrolliert das Motorrad selber durch. Findet jedoch keinen Fehler.

Wir fahren einstweilen nach Piramides. Wir beschließen gemeinsam, dass Theo schon morgen Richtung Buenos Aires fährt. Wir sehen uns die Halbinsel Valdez an. Mittels Internet bleiben wir in Verbindung. Treffpunkt Buenos Aires.

Nachmittags erreichen wir Puerto Piramides.

23.11.03 Puerto Piramides Inselrundfahrt 225 km

Eigentlich wollten wir Wale sehen und tauchen gehen. Doch es weht ein Sturm. Die Boote fahren nicht und an tauchen ist gar nicht zu denken.

Kurzerhand nehmen wir die Inselrundfahrt in Angriff. Unser erstes Ziel Puerto Norte, der nördlichste Punkt der Halbinsel Valdez. Dort begrüßt uns ein Graufuchs. Als wir ihm zu nahe kommen, verschwindet er zwischen den Büschen. Am Strand sehen wir die ersten Seeelefanten. Man darf aber nicht zu nahe rann. Damit dies auch eingehalten wird, wurde ein Zaun gezogen. Sattsehen kann man sich an diesen Tieren nicht. Dennoch müssen wir weiter. Es gibt noch viel zu sehen. Die Caleta Valdez ist ein schmaler Streifen einer Halbinsel, der bei Ebbe mit dem Land verbunden ist. Dort befindet sich kein Zaun. Wir nähern uns den Tieren ganz langsam. Aus nächster Nähe können wir sie fotografieren und filmen. Doch diese Halbinsel beheimatet noch mehr Tiere wie Guanacus, Maras und Nandus, sowie unzählige Vogelarten. Die letzte Station ist Punto Delgado, der südlichste Punkt der Halbinsel.

24.11.03 Puerto Piramides --- o km

Das Wetter passt heute. Strahlendblauer Himmel und fast kein Wind. Um 10.30 Uhr fahren wir mit dem Boot hinaus und wir haben Glück. Zweimal springt ein Wal vor unseren Augen aus dem Wasser und taucht wieder hinab. Immer wieder taucht eine Schwanzflosse aus dem Wasser auf. Angeblich machen das die schwangeren Walweibchen zur Entspannung ihres Bauches. Ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen. In diesem Golf befinden sich zurzeit 248 Tiere.

Mittags setzte die Ebbe ein. Zahlreiche Jugendliche durchstöbern die Wasserlöcher und Felsnischen. Auf einmal klopft mir ein Junge auf die Schulter und sagt: „Pulpa“. Ich sehe ihn fragend an und er deutet mir ihm zu folgen. Als ich das Tier sehe ist alles klar. Die Jungs fanden einen Tintenfisch. Sie setzen ihn in einem Wasserloch aus. Ich kann den Pulpa in Ruhe filmen und fotografieren. Als es ihm zu viel wird, verkriecht er sich unter einem Stein.

Gegen 14.00 Uhr gehen wir tauchen. Es ist nicht atemberaubend. Aber jetzt weiß ich warum so viele Wale in diesem Gewässer sind. Das Wasser ist total trüb vom Plankton.

25.11.03 Piramides --- Bahia Blanca 750 km



Es heißt Abschied nehmen von Valdez. Schweren Herzens fahren wir weiter. Unterwegs sehen wir 3 Vogelspinnen, ein überfahrenes Gürteltier und eine überfahrene, noch lebende Natter. Der Straßenverkehr ist so gesehen für die Tiere wirklich ein Problem.



26.11.03 Bahia Blanca --- San Miguel Del Monte 520 km



Wir kommen Buenos Aires immer näher.



27.11.03 San Miguel Del Monte --- Buenos Aires Pillar 200 km



Auf dem Weg nach Buenos Aires sehen wir vor unseren Augen einen Verkehrsunfall.

Ein entgegenkommendes Fahrzeug stellt sich quer, überschlägt sich mehrere Male und bleibt

auf der Seite im Graben liegen. Wir bleiben sofort stehen. Während Reinhard das Fahrzeug hält, helfe ich dem Lenker über das zerborstene Fenster der Beifahrertür heraus. Marianne hielt zwischenzeitlich den Verkehr. Zufällig war ein Arzt dabei. Dem Mann, der allein im Fahrzeug war, ist offensichtlich nicht viel passiert. Weitere Personen waren nicht im Fahrzeug. Die Rettung und Polizei wurde verständigt. Wir setzten unseren Weg fort und erreichten mittags das Sheraton Hotel in Pillar. Theo ist ebenfalls hier. Wir sind wieder vereint.



28.11.03 bis 30.11.03



Wir bleiben in Buenos Aires. Das Auto bringen wir zu VW. Die Motorräder werden verpackt und für den Abtransport bereitgestellt.



01.12.03 Heimreise



Abflug um 11.50 Uhr vom Ezeiza Flughafen in Buenos Aires.



02.12.03 Ankunft.



Um 10.00 Uhr treffen wir wohlbehalten in Innsbruck ein.



Rnde